Laufende Projekte der GPI

 

Das Projekt „NESGA“

Projekt NESGA auf CD

Toolbox zur Qualifizierung betrieblicher „Stresslotsinnen und Stresslotsen“ im Themenfeld Psychische Gesundheit
© Gesellschaft für Projektentwicklung und Innovation (GPI) mbH

Die Toolbox (Werkzeugsammlung) ist entstanden im Projekt „NESGA – Stress dem Stress! – Netzwerk für Gesundheit und Arbeit im Lande Bremen“, das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds vom Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen im Zeitraum 01.01.2011 – 30.09.2014) gefördert wurde.

In der Toolbox sind alle Materialien zusammengetragen, die für die Qualifizierung von „Betrieblichen Stresslotsinnen und Stresslotsen“ entwickelt und systematisiert wurden.
Zu den Materialien gehören Checklisten, Kurzinfos, Übungsprogramme, Anleitungen für Entspannung und gesunde Ernährung, etc. Seminarablaufpläne und Präsentationen erleichtern die Durchführung der Module. Zu allen Modulen sind Literaturlisten und weiterführende Links sowie Verweise auf wissenschaftliche Studien vorhanden.
Die Materialien sind in die Bereiche Verhaltens- und Verhältnisprävention gegliedert. Für den Bereich „Gender“ steht ein gesonderter Bereich zur Verfügung mit einem Modul zu „Gender Mainstreaming“ und einer Workshopanleitung zum Thema.
Alle Materialien sind als PDF-Dokumente auf der vorliegenden CD verfügbar und können unter Angabe der Quellen genutzt werden.

Die CD - Toolbox kann bestellt werden unter der E-Mail-Adresse: koch.gpi@arcor.de

 

 

NESGA-Laufzeitverlängerung

Das GPI-Projekt NESGA stieß auf starke Resonanz bei Unternehmen, Belegschaftsvertretungen und Beschäftigten. Wegen des großen Interesses an den Themenstellungen und des Transfers in die Unternehmen wurde die Projektlaufzeit bis zum 30.09.2014 verlängert.

Professionelle Transferbegleitung
und betriebsinterne Seminare
 ›› siehe hier

Stress dem Stress!
Netzwerk für Gesundheit und Arbeit im Lande Bremen - NESGA

gesunde und zufriedene Beschäftigte leistungsfähige Unternehmen

Eine regionale Kampagne für die psychische Dimension guter Arbeit - Es besteht großer Handlungsbedarf!

Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch: Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leiden an chronischer Schlaflosigkeit, Angststörungen, Panikattacken, Depressionen und dem Burnout-Syndrom, immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bewältigen den psychischen Stress ihres Alltags kaum noch oder nur „unter Drogen“: Der Gebrauch von Antidepressiva hat sich bei Beschäftigten im Vergleich zum Jahr 2000 verdoppelt, wie der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse 2010 bilanziert. (Weserkurier vom 30.05.2010)

Die Folgen sind gravierend:

  • Der Fehlzeitenreport der AOK Bremen bilanziert, dass der Krankenstand von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern infolge psychischer Erkrankungen seit 1995 um 80% zugenommen hat.
  • Nach einer Berechnung der Friedrich Ebert-Stiftung gehen seit 1990 in Deutschland insgesamt 41 Millionen Fehltage auf seelische Krisen von Beschäftigten zurück, was einem Produktionsausfall von ca. 3,9 Mrd. € entspricht.
  • Psychischer Stress zeitigt darüber hinaus körperliche Folgen wie z.B. Schädigungen des Muskel-Skelett-, des Magen-Darm- oder des Herz-Kreislaufsystems.
  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz beeinträchtigen das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten und wirken insgesamt negativ auf die Lebensqualität der Menschen. Gute Arbeit wirkt anders!
  • Gerade ältere Arbeitnehmer/innen sind von psychischen Belastungen besonders betroffen, der Anteil der Frühverrentungen wegen psychischer Erkrankungen hat zwischen 1993 und 2008 von 15% auf 36% zugenommen.
  • Damit gehen immer häufiger erfahrene Mitarbeiter/innen vorzeitig als Arbeitskräftepotenzial verloren, weil sie dem psychischen Stress nicht mehr gewachsen sind, dem sie unterliegen. Eine Entwicklung, die nicht nur angesichts der demografischen Entwicklung und des drohenden Fachkräftemangels alarmierend ist. Diesen Menschen drohen zudem Niedrigstrenten, sie sind akut von Altersarmut bedroht.

Es herrscht verbreitet Hilflosigkeit! Betriebe und Beschäftigte sind verunsichert!

  • In modernen Unternehmen hat der Arbeits- und Gesundheitsschutz inzwischen seinen festen Platz: Es werden Gefährdungsanalysen durchgeführt, es werden Maßnahmen zur ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen und zur Reduktion von schädlichen Umgebungseinflüssen ergriffen, es werden Schutzvorrichtungen zur Vermeidung von Unfällen installiert etc.
  • Wie der DGB-Index „Gute Arbeit“ ermittelt hat, werden psychische Belastungen dagegen in betrieblichen Gefährdungsanalysen kaum berücksichtigt.
  • Bei den Betrieben, oft auch bei der betrieblichen Interessensvertretung fehlt das Know-how, um psychische Belastungen angemessen zu erfassen, Ursachen und Wirkungen zu identifizieren und praktikable Gegenstrategien einzuleiten.
  • In den meisten Belegschaften herrscht zudem noch immer eine Kultur des Schweigens und des Wegsehens: Es gilt als persönliches Schwächezeichen, unter psychischem Stress zu leiden und Symptome psychischer Erkrankung zu zeigen. Darüber spricht man nicht – bis es für Unternehmen und Betroffene zu spät ist.

Es braucht praktikable Gegenstrategien!

Stress dem Stress! – dabei unterstützen die Projektmitarbeiter/innen von NESGA kleine und mittlere Unternehmen, Belegschaftsvertretungen und Beschäftigte.

Und das bedeutet zunächst: Wir möchten in den Betrieben das notwendige Know-how aufbauen, um betriebliche Ursachen psychischer Belastungen aufzuspüren, Auswirkungen auf die Beschäftigten zu identifizieren und alltagstaugliche Gegenstrategien zu entwickeln. Dabei nehmen wir gezielt spezifische Belastungen in den Blick, denen Männer und Frauen unterliegen und gehen auf Stressoren ein, die für Menschen mit Migrationshintergrund besondere Relevanz haben.

Unsere Unterstützungsleistungen umfassen daher überbetriebliche und innerbetriebliche Qualifizierung, aber auch die Beratung, Begleitung und die nachhaltige Verankerung einer betrieblichen Präventionsstrategie unter dem Motto: „Stress dem Stress!“.

Unser Leistungsangebot für Unternehmen und Beschäftigte:

  • Information und Sensibilisierung der Unternehmen und der Belegschaften für die Problematik psychischer Belastungen
  • Qualifizierung von betrieblichen „Stresslotsen/Stresslotsinnen“ zu Ursachen und Wirkungen psychischer Belastungen sowie zu Strategien des Belastungsabbaus
  • Beteiligungsorientierte Bestandaufnahmen psychischer Belastungen in den Betrieben und ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigten insgesamt sowie auf besondere Personengruppen (ältere Mitarbeiter/innen, Frauen und Männer, Migranten/Migrantinnen)
  • Bereitstellung von Beratungsangeboten, Leitfäden und Handreichungen zur Integration psychischer Belastungen in betriebliche Gefährdungsanalysen
  • Know-how-Transfer in die Belegschaften
  • Reorganisation betrieblicher Arbeits- und Kommunikationsstrukturen, um den Abbau psychischer Belastungen nachhaltig zu etablieren. Dies schließt die Einbindung in bestehende QM-Systeme ein.

Ziel von NESGA ist eine nachhaltige betriebliche Kultur der Offenheit, des konstruktiven und kompetenten Umgangs mit psychischen Belastungen und Erkrankungen, um die psychische Gesundheit der Menschen in den Unternehmen zu erhalten und einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsprozess entgegen zu wirken.

siehe auch: Veranstaltungen / Schulungsangebote im Projekt NESGA

Projektförderung

Das Projekt NESGA wird von dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.
Freie Hansestadt Bremen Europäische Union, Europäischer Sozialfonds
Projektlaufzeit: 01.01.2011 – 30.09.2014
 

Projektteam - Kontakt

Koch, Peter Hans Projektleitung, Geschäftsführer der GPI
  Telefon: +49(0)421 / 34 69 144
  Fax: +49(0)421 / 34 78 587
  E-Mail: koch.gpi@arcor.de
Voss-Winne, Petra wissenschaftliche Mitarbeiterin, GPI
  Telefon: +49(0)4203 / 70 97 61
  E-Mail: voss-winne.gpi@ewetel.net
Wolfgang Groß wissenschaftlicher Mitarbeiter, Arbeitnehmerkammer Bremen, MTB
  Telefon: +49(0)421 / 36 301-951
  E-Mail: wgross@arbeitnehmerkammer.de
     

NESGA - Netzwerkpartner

Gesellschaft für Projektentwicklung und Innovation (GPI) mbH GPI
Arbeitnehmerkammer Bremen Arbeitnehmerkammer Bremen
Industrie- und Handelskammer (IHK) Bremerhaven IHK
Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde HWK
Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Niedersachsen-Bremen Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Niedersachsen-Bremen
IG Metall Bremerhaven IG Metall Bremerhaven
AOK Bremen/Bremerhaven AOK Bremen/Bremerhaven
Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) ZGF
AWO-Bremen, Fachdienst Migration & Integration AWO-Bremen, Fachdienst Migration & Integration
Hausärztlich tätige Gemeinschaftspraxen Dr. med. A. Rembert, Susanne Laurenze Hausärztlich tätige Gemeinschaftspraxen Dr. med. A. Rembert, Susanne Laurenze
Institut Arbeit und Wirtschaft – Universität / Arbeitnehmerkammer Bremen Institut Arbeit und Wirtschaft – Universität / Arbeitnehmerkammer Bremen
   

Projekt NESGA - Downloadangebote

Download: Projektflyer NESGA für 2014 - 1

Download: "Erste Schritte gegen Stress" in: Nordsee Zeitung vom 27.11.2012 zum GPI - Projekt „Netzwerk für Gesundheit und Arbeit im Land Bremen – NESGA“

Download: "Lotsen gegen Stress und Burnout" in: idea|2|business express, 4/2012, Titelthema: Arbeit - z.B. Vorstellung: GPI - Projekt: „Netzwerk für Gesundheit und Arbeit im Land Bremen – NESGA“

Download: "Lotsen gegen Stress im Job" in: Weser Kurier vom 6.11.2012 zum GPI - Projekt „Netzwerk für Gesundheit und Arbeit im Land Bremen – NESGA“

Download: NESGA-Flyer - 2013 - 2

Download: NESGA-Flyer - 2013

Download: Erste Ausgabe des NESGA-Infobriefes

Download: NESGA-Flyer - 2012

Download: Flyer zur Veranstaltung: Unter Druck - Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Was kann die Interessenvertretung tun?

Download: GPI: Stress dem Stress! - Projektankündiger

Download: GPI: Stress dem Stress! - Veranstaltung: "Unter Druck" am 16.03.2011

Download: GPI: Stress dem Stress! - Veranstaltung: "Unter Druck" am 09.02.2011

Download: Präsentation Dr. Jürgen Tempel / Michela Gröne - Veranstaltung: "Unter Druck"

Download: Christian Nienstedt, Arbeitnehmerkammer Bremen "Rechtliche Grundlage, Betriebsvereinbarung, Datenschutz - Veranstaltung: "Unter Druck"

Download: Gewoba: Gesunde Arbeit - Veranstaltung: "Unter Druck"

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